Aktion: Vorösterliche Wanderung am 10.4.22

Teilnehmer auf der Wanderung. (Foto: IG Freigericht)

Weit über 100 Teilnehmer konnte die IG Gegenwind Freigericht zu ihrer vorösterlichen Wanderung am Ausflugslokal Frohnbügel begrüßen.

Ziel der Gruppe waren die Standorte der 4 geplanten Windräder im Freigerichter Wald.

An den Standorten selbst hatte der Veranstalter einige Informationen für die Interessierten vorbereitet.

So wurden am Windradstandort 1 über die Fläche, die Anzahl und Art der Bäume sowie deren Alter informiert. Festzustellen war, dass es sich hierbei um einen Jahrhunderte alten, gesunden Buchenbestand handelt.  

Da das Gelände nicht eben ist, war für alle Teilnehmer sofort erkennbar, dass hier massive Eingriffe in die Geländestruktur erforderlich sind, um die vorhandene Fläche so herzurichten, dass sie für das notwendige riesige Fundament (etwa 3.000t Stahl und Beton) und das Windrad geeignet ist.

An dem Standort des zweiten Windrades wurde über die Auswirkungen von Verbreiterungen von Forstwegen auf die daraus resultierenden Anfälligkeit von Sturm auf den Rest des Waldes referiert.

Ferner wurde darauf hingewiesen, dass die Stadt Alzenau sich in einem Protokoll des Bau- Umwelt- und Stadtentwicklungsausschusses am 13.07.2021 für weitere Windräder ausgesprochen hat, sofern auf hessischer Seite Windenergieanlagen errichtet werden.

Am Windradstandort Nummer drei wurden die Wanderer bereits von Herrn Faller von der Jagdgenossenschaft empfangen.  Er berichtete von einer Anzahl von Wildtieren, die sich in unserem Wald mittlerweile heimisch fühlen. Angefangen vom Rotmilan, der seine Kreise über dem Naturpark Spessart zieht, bis hin zu der Wildkatze, die wieder bei uns heimisch ist, und nicht zuletzt der Luchs, der bereits auf einer Wildkamera gesichtet wurde.

Am vierten und letzten Standort ging es nochmals um die Wirtschaftlichkeit, die Höhe der Windräder und die Speicherkapazität von solchen Anlagen.

Ein großes Spektrum nahm die Möglichkeit von Alternativen zu Windrädern im Freigerichter Wald ein. So besteht bereits ein Photovoltaikkonzept der Firma Next Energie aus Brachttal, welches zwei große Felder in Freigericht mit ca. 25 ha zu einem großen Solarpark ausbauen möchte. Der hierfür erzeugt Strom könnte im Gegensatz zu den Windrädern gespeichert und mit der erzeugten Menge ganz Freigericht mit erneuerbarem Strom versorgt werden. Hinzu käme noch, dass jeder Freigerichter Haushalt vergünstigten Bürgerstrom ohne lange Transportwege hieraus beziehen könnte.

Alles in allem eine informative Veranstaltung mit einigen neuen Gesichtspunkten für die Teilnehmer.

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