Herzlich willkommen auf den Seiten von Gegenwind Freigericht e.V.

 

Seit März 2023 sind wir offiziell der Verein Gegenwind Freigericht e.V. und genießen den Status der Gemeinnützigkeit! Wir sind überparteilich und unser Ziel ist es, unseren Verein für alle Freigerichter Bürger und andere Interessierte zu etablieren und gemeinsam gegen die Pläne zur sinnlosen Errichtung von Windindustrieanlagen in unserem Wald zu protestieren. Die aktive Zusammenarbeit mit den Nachbargemeinden auf der Bayerischen Seite werden wir offensiv betreiben. Mit unserem Einsatz stehen wir für den tatsächlichen, gelebten Natur- und Umweltschutz! Wir sind keine Windkraftgegner, sondern wir kritisieren die Standortwahl – Windkraft nicht zu Lasten unseres Waldes.

Liebe Bürgerinnen und Bürger in Freigericht und in den bayrischen Nachbargemeinden,


wir als Gegenwind Freigericht e.V. setzen uns für „den Erhalt unseres unbebauten Freigerichter/Alzenauer/Geiselbacher Mischwaldes“ ein.


Es ist noch nicht zu spät, die negativen Veränderungen für den Natur- und Artenschutz durch den Bau der Windräder zu stoppen!


Wälder sind Lebensraum vieler Tiere und Pflanzen und spielen eine wichtige Rolle im Kampf ums Klima, da sie große Mengen Kohlendioxid speichern. Waldschutz und Aufforstung sind wesentliche Elemente für den Klimaschutz. Für Windräder Bäume zu fällen, erscheint uns da besonders widersinnig. Für die geplante Errichtung müssen vermutlich ca. 1000 Bäume weichen.


Nachfolgend nennen wir einige Gründe, warum wir gegen die Windräder im Wald kämpfen:


  • Mehr als erforderlich mit Windrädern belastet

Der Bund fordert 2 % der Landesfläche. Sollten im Main-Kinzig-Kreis alle geplanten Windräder gebaut werden, wären wir mit 4% der Landesfläche belastet. Im direkten Zahlenvergleich: MKK in Betrieb 98 Stück gegenüber Wetterau Kreis ca. 36 Stück, beide Landkreise sind in etwa gleich groß.


  • Windkraft führt nicht automatisch zu günstigem Strom

Windkraft hier in unserer Region löst unsere Energieprobleme nicht, da die Erträge zu gering sind. Außerdem lagen die Windmessungen im Freigerichter Wald im Rahmen der Machbarkeitsstudie im unteren Rentabilitätsbereich.


Wegen der schlechten Planbarkeit von Windkraft entstehen oft Überkapazitäten an Strom oder auch Versorgungslücken. Daher müssen konventionelle Kraftwerke (zumeist Gas- und Kohlekraftwerke) ständig betriebsbereit sein und bei Bedarf vom Standby in den Volllastbetrieb wechseln, eben um Versorgungsengpässe zu verhindern. Dies alles macht Ökostrom so teuer.

Die Strompreise in Deutschland sind aktuell über 2,7 mal teurer als im internationalen Durchschnitt (z.B. Deutschland 37,4ct/kwh vs Österreich 26,1 ct/kwh). Bürger und unsere Industrie (Arbeitsplätze) brauchen günstigen Strom.

  • Waldrodung/Abholzung für Zufahrtswege und Stromtrassen für den Bauplatz von Windrädern in Waldgebieten

Windräder zerstören große Waldflächen, da die Errichtung von Windrädern mit massivem Kahlschlag an der Natur einhergehen. Der geplante massive Eingriff in die Biodiversität unseres Waldes ist unverhältnismäßig groß, denn unser Wald ist kein beschädigter Fichtenwald sondern ein schützenswerter Mischwald.


Nach Schätzungen des Bundesamtes für Naturschutz wird für jedes einzelne Windrad eine Freifläche von 0,2 bis 1 Hektar benötigt (Anmerkung: 1 ha = 10.000 m2) – Großflächen, die entweder gerodet werden müssen oder als Lichtung verloren gehen. Das bedeutet, dass für den Bau von 8-10 Windrädern möglicherweise über 1000 Bäume (meist gesunde und über 100 Jahre alte Laub- und Nadelbäume, wie z.B. Buchen, Eichen, Ahorn, Birke, Kiefer u.v.a.) gefällt werden müssen.


Zusätzlich muss auch die ergänzende Infrastruktur geschaffen werden. Dazu gehören Stromtrassen oder Zufahrtwege, die auch für schwere Fahrzeuge dauerhaft befahrbar sein müssen – einfache Forstwege reichen da nicht aus. Unmengen Beton würden vergossen, zigtausende Lkw-Fahrten wären nötig, große Teile des Gebietes würden durch Zufahrtswege zerschnitten. So wird aus einstigen Ökosystemen eine Art grünes Industriegebiet mit verheerenden Folgen für die Natur.


Bei der Abstimmung im Juli 2022 ging es um 4-6 Windräder in Freigericht und heute mit Alzenau um (8-10).


Das Bild zeigt die Zuwegung. Es entstehen erhebliche Kahlflächen und Bodenverdichtungen



Quelle: Windwahn Vogelsberg


  • Versiegelung zerstört den Wasserhaushalt und kann unser Trinkwasser/unsere Quellen gefährden

Windräder können ein Risiko für das Grundwasser sein. Öle und andere giftige Stoffe können beim Bau und Betrieb das Trinkwasser verseuchen.


  • Gefahr von Trockenheit, Hochwasser und Stürme steigt

Jede neue Schneise/Freifläche, die durch den Bau der Windräder entsteht, führt zur Austrocknung des Waldbodens, da er das Wasser nicht mehr speichern kann. Dadurch erhöht sich die Waldbrandgefahr in immer trockeneren Sommern. Des  Weiteren wird der Wald durch diese Kahlflächen auch noch anfälliger für Stürme.

Wir brauchen unseren naturnah behandelten und über mehrere Jahrzehnte gepflegten Mischwald gegen die Klimakrise.


  • Windräder im Wald schaden der Natur und dem Artenschutz

Wenn die Natur neuen Windanlagen weichen muss, dann werden gleichzeitig Tiere aus ihrem natürlichen Lebensraum verdrängt. Der Lebensraum von nachweislich seltenen Tierarten in unserem Wald, z.B. Rotmilan, Fledermäuse, Wildkatze, Uhu, Feldmaus und andere Tiere wird zerschnitten bzw. geht verloren und das Mikroklima des Waldes wird gestört. Die Biodiversität ist dadurch in Gefahr.

Fledermäuse sind krasse Opfer.

Weiterhin zeigen Erfahrungen, dass insbesondere Rotwild die Umgebung von Windrädern weiträumig meiden. Wälder werden dadurch zu Einöden.

INFO: In dem ausgewiesenen Freigerichter Windvorranggebiet befinden sich auch Schutzzonen für unser Rotwild !


Ein Zitat von Reinhold Messner:
Energiegewinnung ist wichtig, aber kontraproduktiv, wenn sie genau das zerstört, was eigentlich zu schützen wäre, die Natur!“


  • Ausgleichsmaßnahmen sind nicht ausreichend

Die Vorgaben zu den Ausgleichsmaßnahmen stellen keine adäquate Kompensation zu den entstandenen Zerstörungen im Waldbestand dar.


  • Windräder erzeugen Lärm und Infraschall

Die Empfindung von Lärm ist individuell unterschiedlich. Nicht wenige Menschen stören sich aber am Lärm von Windkraftanlagen. Wegen der lästigen tieffrequenten Geräusche, die Windkraftanlagen verursachen, sind Grenzwerte zu beachten und bestimmte Mindestabstände zu Wohngebieten einzuhalten.


Neben Lärm erzeugen Windkraftanlagen auch Infraschall und dieser steht in Verdacht, sich negativ auf die Gesundheit von Mensch und Tier auszuwirken. Betroffene klagen häufig über Schlaflosigkeit, Erschöpfung, Kopfschmerzen, Tinnitus, Schwindel, Seh- und Hörstörungen und vieles mehr.


Außerdem werden in der Nähe von Windrädern Rotwild und viele andere Tiere gänzlich vertrieben, was auch Umweltschützer nicht selten auf die Barrikaden treibt.


  • Verlust des intakten Naherholungsgebietes

Die positiven Gesundheitseffekte unseres Naherholungsgebietes gehen durch den radikalen Eingriff in die Natur verloren.


Wir befürworten die Nutzung erneuerbarer Energien. Die Energiewende sollte allerdings mit Respekt vor unserer gewachsenen Kulturlandschaft, einer hohen Naturverträglichkeit und dem Wohlergehen der Menschen realisiert werden und nicht von Profitstreben und Aktivismus geprägt sein. Daher unser Motto:


Bitte Unterstützen Sie uns, damit wir unsere Ziele, die mit Kosten verbunden sind, verwirklichen können. Dafür benötigen wir tatkräftige Unterstützung und viele Mitglieder. Oder helfen Sie uns mit ihrer Spende. Auf Wunsch wird eine Spendenquittung ausgestellt. Weitere Infos finden Sie hier

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